Energie und Klimaschutz

Die Energie der Bürger

32 Aktive gründeten BürgerEnergieGenossenschaft Teltow-Fläming.

Bürgerinnen und Bürger aus Luckenwalde und anderen Gemeinden im Landkreis wollen die Energiewende jetzt selbst in die Hand nehmen. 32 Gründungsmitglieder haben am 2. Juni 2014 mit ihrer Unterschrift und der Zeichnung von Geschäftsanteilen in Höhe von mindestens 500 Euro die „BürgerEnergieGenossenschaft Teltow-Fläming“ ins Leben gerufen. 30.000 Euro Startkapital sind so zusammen-gekommen.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben Privat-personen auch die Stadt Luckenwalde, die Städtischen Betriebswerke Luckenwalde und die Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“.

Gemeinsam wollen sie ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiewende weg von Atomstrom und fossilen Brennstoffen hin zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit und erneuerbaren Energien unterstützen. Und „ganz nebenbei“ wollen sie den Anstieg der Stromkosten bremsen, denn mit erneuerbarer Energien können nicht nur der CO2-Ausstoß sondern auch die Stromkosten gesenkt und für das eingesetzte Geld eine kleine aber solide Rendite erwirtschaftet werden.

Gründungsversammlung der BürgerEnergieGenossenschaft Teltow-Fläming

Eigenverbrauch entlastet die Netze und spart Stromkosten

Mit den letzten Reformen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) lohnt sich die Einspeisung in das Stromnetz zu den festgesetzten Vergütungen immer weniger. Oft liegt die Vergütung unter dem Selbstkostenpreis.
Angesichts der steigenden Stromkosten wird die Strom- erzeugung aus Sonne und Wind immer preiswerter. Strom für Endverbraucher, der mittlerweile rund 25 Cent pro Kilowattstunde (netto) kostet, lässt sich mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach für 10 bis 12 ct/kWh, also weniger als die Hälfte, produzieren. Zwar ist neuerdings auch für den selbst erzeugten und im eigenen Hause verbrauchten Strom EEG-Umlage zu zahlen. Trotzdem lohnt es sich weiterhin, den Strom direkt am Ort der Erzeugung zu verbrauchen, statt ihn in die zum Teil überlasteten Netze einzuspeisen.

Entwicklung der Strompreise Seit Jahren steigen die Strompreise unaufhaltsam. Dazu tragen vor allem staatlich festgesetzte Steuern und Umlagen bei, aber auch die zunehmende Konkurrenz um Brennstoffe.

Photovoltaikanlage auf der Kita BurgDie Ende 2011 installierte Photovoltaikanlage auf der Kita Burg liefert der Einrichtung günstigen Strom. Sie dient als Vorbild für ähnliche Projekte auf öffentlichen Gebäuden. Mehr als 300.000 Euro will die Energiegenossenschaft jährlich investieren.
Gebäudeeigentümer und Genossenschaftsmitglieder profitieren von niedrigen Erzeugungskosten bei steigenden Strompreisen

Erfahrungen mit der Kita Burg und der Kita Vier Jahreszeiten haben gezeigt, dass die Stromkosten durch einen hohen  Eigenverbrauch im Gebäude nachhaltig gesenkt werden können. Das funktioniert besonders gut bei öffentlichen Gebäuden und Gewerbebetrieben, bei denen der Verbrauch tagsüber am höchsten ist, wenn die Sonne die meiste Energie liefert.

 

Mindestens 50% des erzeugten Stroms sollen direkt am Erzeugungsort verbraucht werden.

Die Genossenschaft will auf die Erfahrungen mit den Kitas aufbauend möglichst nur Projekte durchführen, bei denen mindestens 50% des erzeugten Stroms direkt im Gebäude verbraucht werden. Geprüft werden u. A. Projekte für die Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule und die Fläming-Therme, die einen besonders hohen Stromverbrauch ausweist.

 

Sprechen Sie uns an!

Die BürgerEnergieGenossenschaft Teltow-Fläming eG befindet sich noch in der Gründungsphase. Ihre Vorstandsmitglieder Christian Buddeweg und Detlev von der Heide sind bis auf weiteres bei den Städtischen Betriebswerken Luckenwalde zu erreichen:

Kirchhofsweg 6, 14943 Luckenwalde
Tel.: 03371/682 90
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.buergerenergie-tf.de

Auch auf dem Dach der Fläming-Therme kann Solarenergie gewonnen werden.

Mehr als 1,6 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht die Fläming-Therme (oben) im Jahr. Ebenso wie bei der geplanten neuen Feuerwache (unten). Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach könnte die Stromkosten senken.

 Die neue Feuerwwache in der Dessauer Straße bekommt eine Solaranlage. An der Dessauer Straße soll in diesem Jahr der Bau der neuen Feuerwehrwache beginnen.

 

Solarstrom für die Feuerwache

Die neue Feuerwache auf dem ehemaligen zwischen der Gaswerksgelände Dessauer Straße und dem Bahndamm soll mit Fernwärme beheizt werden. Für das Dach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen, die dann gleich zusammen mit dem Gebäude und seiner vielfältigen technischen Ausstattung installiert wird.

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