Entwicklung der Innenstadt

Einzelhandel in Luckenwalde

Städtisches Konzept steuert die Zentrenentwicklung

Eine lebendige Stadt braucht...

  • einen attraktiven Stadtkern,
  • Einkaufsmöglichkeit in allen Wohngebieten und
  • sichere Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf und zum Arzt.

Das ist urbane Lebensqualität, die große „Schlafsiedlungen“ und Dörfer nicht bieten können. Der Einzelhandel ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklung des Stadtkerns. Er zieht weitere Nutzungen, wie Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen und Dienstleister an, die die Innenstadt beleben. Das im Stadtkern oder den Wohngebieten umsetzbare Handelsvolumen leidet unter der Konkurrenz der Versandhändler und der vermeintlichen Attraktivität großflächiger Einzelhandelsbetriebe in Sonderlagen und den immer besser erreichbaren Einkaufscentern in Berlinnähe.

Zentrale Versorgungsbereiche

Wie kann die Stadt den Einzelhandel steuern?

Die Stadt kann

  • regeln, wo in der Stadt Einzelhandel zulässig ist,
  • festlegen, dass bestimmte hochwertige Waren nur im Stadtkern gehandelt werden dürfen,
  • Regeln schaffen, dass die Einzelhandelsbetriebe fußgänger- und radfahrerfreundlich gestaltet werden und
  • einen Verkaufsflächenbonus für kinderwagen- und seniorenfreundliche Läden vergeben.

Einzelhandels- und Zentrenkonzept

Dazu hat die Stadt Luckenwalde ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept aufgestellt. Darin wurden die Stadtstruktur, das Einzelhandelsangebot und die potenzielle Nachfrage durch Ermittlung der vorhandenen Kaufkraft im Einzugsgebiet der Stadt analysiert und das Potenzial der vorhandenen Einzelhandelsstandorte ermittelt sowie ein Vorschlag für die Stadtbereiche erarbeitet, in denen in Zukunft noch Einzelhandel entwickelt werden soll. Das Konzept wurde von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Bebauungsplan

Auf Basis des Konzepts erstellt Luckenwalde einen Bebauungsplan für das ganze Stadtgebiet. Dieser

  • sichert den Erhalt und die Entwicklung der zentralen Versorgungsbereiche,
  • erlaubt zusätzliche Einzelhandelsstandorte nur in den Stadtbereichen, in denen Nahversorgung fehlt,
  • fördert bequeme Zugangsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer,
  • begünstigt familienfreundliche und seniorengerechte Läden (Verkaufsflächenbonus für breitere Gänge) und
  • unterstützt Elektromobilität.

Wo gehandelt wird, entscheiden auch die Kunden

Der Bebauungsplan regelt, wo Einzelhandelsstandorte zulässig sind. Die Stadt kann aber niemand zwingen, in einem schlecht versorgten Stadtteil ein Geschäft zu eröffnen. Wenn die Anwohner die Chance erhalten, an Ort und Stelle einzukaufen, müssen sie diese auch nutzen.

Wie geht es weiter?

Die Stadt bereitet als ersten Schritt die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Dabei werden nicht nur Bürger und Behörden angehört. Besonders wichtig ist die Meinung der Händler.

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